Alto Rhapsodie von Johannes Brahms

Aber abseits, wer ist's?
Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad,
hinter ihm schlagen die Sträuche zusammen,
das Gras steht wieder auf,
die Öde verschlingt ihn.

Ach, wer heilet die Schmerzen
des, dem Balsam zu Gift ward?
Der sich Menschenhaß
aus der Fülle der Liebe trank?
Erst verachtet, nun ein Verächter,
zehrt er heimlich auf
seinen eignen Wert
In ung'nügender Selbstsucht.

Ist auf deinem Psalter,
Vater der Liebe, ein Ton
seinem Ohre vernehmlich,
so erquicke sein Herz!
Öffne den umwölkten Blick
über die tausend Quellen
neben dem Durstenden
in der Wüste!

But who is that apart?
His path disappears in the bushes;
behind him the branches spring together;
the grass stands up again;
the wasteland engulfs him.

Ah, who heals the pains
of him for whom balsam turned to poison?
Who drank hatred of man
from the abundance of love?
First scorned, now a scorner,
he secretly feeds on
his own merit,
in unsatisfying egotism.

If there is on your psaltery,
Father of love, one note
his ear can hear,
then refresh his heart!
Open his clouded gaze
to the thousand springs
next to him who thirsts
in the wilderness!

Im Rhein, im heiligen Strome
Dichter (poet): Heinrich Heine

Im Rhein, im heiligen Strome,
Da spiegelt sich in den Well’n
Mit seinem grossen Dome,
Das grosse, heilige Köln.

Im Dom da steht ein Bildnis,
Auf gold’nem Leder gemalt;
In meines Lebens Wildnis
Hat’s freundlich hineingestrahlt.

Es schweben Blumen und Eng’lein
Um unsre liebe Frau;
Die Augen, die Lippen, die Wäng’lein,
Die gleichen der Liebsten genau.

Und die Sonne, wie helle

Vom Himmel sie scheint!

Ei, Bächlein, liebes Bächlein,

War es also gemeint?

And how brightly the sun

shines from the sky.

Now, dear little brook,

is this what you meant?

Schubert: Die schöne Müllerin, D. 795: No. 19, Der Müller und der Bach

Robert Schumann, Heinrich Heine: Dichterliebe

Schubert: Die schöne Müllerin, D. 795: No. 20, Des Baches Wiegenlied

Class Discussion:

Title: Des Baches Wiegenlied: Wiegenlied: the noun des Baches of the little river (genitive case)

Gute Ruh, gute Ruh,
Tu die Augen zu!
Wandrer, du müder, du bist zu Haus.
Die Treu ist hier,
Sollst liegen bei mir,
Bis das Meer will trinken die Bächlein aus.

Will betten dich kühl,
Auf weichen Pfühl,
In dem blauen krystallenen Kämmerlein.
Heran, heran,
Was wiegen kann,
Woget und wieget den Knaben mir ein.

Wenn ein Jagdhorn schallt
Aus dem grünen Wald,
Will ich sausen und brausen wohl um dich her.
Blickt nicht hinein,
Blaue Blümelein,
Ihr macht meinem Schläfer die Träume so schwer.

Hinweg, hinweg
Von dem Mühlensteg,
Böses Mägdelein, dass ihn dein Schatten nicht weckt!
Wirf mir herein
Dein Tüchlein fein,
Dass ich die Augen ihm halte bedeckt.

Gute Nacht, gute Nacht,
Bis alles wacht.
Schlaf aus deine Freude, schlaf aus dein Leid.
Der Vollmond steigt,
Der Nebel weicht,
Und der Himmel da droben, wie ist er so weit.

Discussion of the literary tools used to project philosophical and educational elements. Grammatical analysis of the poems:

  • Interrogative questions with wie, wo, wohin, woher, was and the question word, welch

  •  Verbs in the imperative form

  •  Adjectives and adverbs

  •  Prepositions in and aus

  •  Declarative sentences

  •  Verbs and separable verbs in the present tense as well as the verb sein, haben and the modal verbs: können, müssen, wollen, mögen and dürfen

  •  Personal pronouns in the Nominative, Accusative and Dative cases.

  •  Nouns in the singular and plural with their corresponding articles der, die and das.

  •  Negation with kein and keine and with nicht.

  •  Prepositions in, durch, über + accusative

  •  Prepositions zu, an ... vorbei + dative

  •  Present tense, past tense, perfect tense of sein and haben

  •  Regular and irregular verbs

Erstarrung

Freezing/ Rigidity/Stiffness / Paralysis

Schubert, 'An die Musik'